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Zum Ende der Seite springen Solomon Childs - Wu-Tang 4 Life
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Solomon Childs - Wu-Tang 4 Life


Release Date:
25. April 2011

Label:
Chamber Musik Records

Tracklist:
01. Be Like
02. Suicide Story (Feat. Sha Stimuli & G.S. Advance)
03. Cocktails
04. One Eye Open (Feat. Fes Taylor & Hanz On)
05. Since I Met You (Feat. David Corry)
06. Gameface (Feat. Yung Budd, Judah Priest & Baker Don)
07. Fallen Down (Feat. Jus-P, Rook Da Rukus, Meyhem Lauren & Dainjamental)
08. Lovin' You
09. Black Fields (Feat. Rasul Allah & G-Clef Da Mad Komposa)
10. Warning (Feat. Dark Skinned Assassin, Dungeon Masta & Dainjamental)
11. Changes
12. Hustle (Feat. Buddha Monk & Menace O.B.E.Z.)
13. Snitches
14. Now And Then

Review:
Der personifizierte Feature-Rapper Solomon Childs hat anscheinend auch weiterhin nicht vor, sich mit einem echten Soloalbum zu beweisen. Dabei verbringt dieser Mann enorm viel Zeit im Studio und nimmt wahrscheinlich mehr Material auf als selbst der geneigte Fan je hören können wird. Mit der Wu Music Group im Rücken sah es eine ganze Zeit lang sogar so aus, als würde endlich ein echtes Album erscheinen, doch im Endeffekt wurde alles an und um "Castleton Ave." bis zum heutigen Tag so verschandelt, dass Solomon selbst nicht genau weiß, was Sache ist. Also geht es zurück zu Chamber Musik, die bereits seine letzten gefühlten 100 Mixtapes und Street-Alben veröffentlichten. Irgendwo in diese Kategorie fällt auch "Wu-Tang 4 Life", selbst wenn der Titel nach wesentlich mehr klingt.

Man sollte wohl gar nicht erst versuchen nachzuvollziehen, woher dieser Titel kommt; wahrscheinlich wollte man einfach ein wenig mehr Aufmerksamkeit erregen, als einem weiteren Street-Album von Solomon sonst zuteil geworden wäre - nämlich gar keine. Jedenfalls beherbergt "Wu-Tang 4 Life" praktisch keinen der Namen, die Solomon mit dem W-förmigen Wirtskörper verbinden: kein Ghostface Killah, kein Cappadonna, keine Theodore Unit, keine Wu-Elements. Auf sich alleine gestellt ist Solomon deshalb nicht, denn die Chamber-Musik-Bande wird konstant zu Rate gezogen: G-Clef Da Mad Komposa macht sich an fast der Hälfte aller Beats zu schaffen, viele der Gäste passen perfekt ins CM-typische entfernt mit Wu-Tang in Verbindung gebrachte Profil. Bei der schwankenden Qualität, für die dieses Label steht, ist dabei alles möglich: von richtigen Bangern über komplette Langeweile bis zu waschechtem Qualitätsmüll. Wie sich herausstellt, hat Solomon von allem was im Gepäck und hält sich mit allem recht genau die Waage. Die Geschichte fängt noch komplett unauffällig an, denn "Be Like" ist mit seinem recht unscheinbaren Beat, der Representer-Hook und den selbstbeweihräuchernden Raps ungefähr genau das, was man von einem Eastcoast-Hansel dieses Schlags erwarten würde - und dabei noch überraschend gut umgesetzt. Solomon weiß sich auch noch erheblich zu steigern, doch zuerst weckt "Suicide Story" böse Befürchtungen für den Rest der LP: Schlecht eingesetzter Auto-Tune schmerzt in der Hook, ein von G-Clef hektisch inszeniertes Instrumental (mit wenig effektivem, verzerrtem Gitarreneinsatz) in den Strophen, die auf das harte Hood-Leben in Staten Island hinweisen. Glücklicherweise kriegt Solomon noch die Kurve, beispielsweise mit "Warning", das als zweiter Auto-Tune-Track vormacht, wie man den Effekt sinnvoll einsetzen kann, während das Stück an sich dank der jazzigen Produktion von G-Clef unverschämt cool daherkommt. Der gewichtige CM-Boss prägt das Sound-Bild der Platte entscheidend, denn seine meist einfach identifizierbaren Beiträge sorgen dafür, dass die ganze Geschichte nicht als loser Haufen Songs auseinanderfällt, und sei es mit Standard-Tracks wie "Fallen Down" (wieder dem harten Straßenalltag verschrieben). Leider belässt Clef es nicht durchgehend bei seinem smoothen Trademark-Stil, in "Gameface" wurde es anscheinend für nötig befunden, einen jiggelnd-bouncenden Kackhaufen zu setzen. Überzeugt wird dafür wieder in "One Eye Open" (mit sehr dezentem, aber unnötigem Auto-Tune-Einsatz). Außerdem im Aufgebot finden sich zwei Love-Songs, einmal das eigentlich akzeptable "Since I Met You" mit zu klebrigem David Corry sowie "Lovin' You", das "like two straws in a McDonald's milkshake" demonstriert, wie wahre Romantik bei Solomon anscheinend aussieht - wer träumt nicht vom trauten Beisammensein im Fast-Food-Restaurant. Damit endet die Kritik leider noch nicht: In "Snitches" singt Solomon durchgehend (keine gute Entscheidung), "Now And Then" kopiert ganz unverblümt 50 Cent und gehört damit eher auf ein Mixtape, "Hustle" wird zwar durch Buddha Monk aufgewertet, leidet an einer höchst bescheidenen Hook. Schadensbegrenzung betreiben zumindest zwei Tracks: "Cocktails" ist ein absoluter Brenner, der elegant und stilvoll die Gläser auf einen Party-Abend hebt (mit einer überragenden Hook: "Big up to the bartenders, shake up the cocktails / And baby girl shake your tail / No discretion on the dance floor / Whether you skinny as a tooth pick or big as a whale / And to the bouncers, bounce a nigga out on his ass if he violate / Cause I ain't try'na see the party end early, when it's supposed to end late") und "Black Fields" wummert mit dicker Kick, den richtigen Gästen und düsterer Streicher-Kulisse durchs Bild, um darauf zu verweisen, wie noch wesentlich mehr Tracks hätten klingen sollen.

Im Endeffekt war es wohl genau das Richtige, "Wu-Tang 4 Life" als Streetalbum zu deklarieren, denn so kann auf die guten Ansätze verwiesen werden, wohingegen die vielen Macken unter den Tisch fallen. Mit Ersteren wird man das Album verlassen, denn Solomon sorgt für genau drei richtige Highlights, die voneinander sehr verschieden sind und zeigen, dass er's ja eigentlich kann (auch wegen seiner Stimme ist diese Tatsache nicht erst seit gestern bekannt). Anscheinend aber nicht auf voller Länge, denn dort obsiegen dann doch die mittelmäßigen und schlechten Tracks, die "Wu-Tang 4 Life" in die Knie zwingen. Woher der Titel kommt bleibt weiterhin ein Rätsel, denn diese Scheibe ist ganz sicher nicht für die Wu-Puristen gedacht, sie führt vielmehr (kombiniert mit Solomon's Performance) das fort, was man von Chamber Musik und G-Clef bereits kennt.

Wertung: (2 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (2 Bewertungen / 0.75 Ø)


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Kann dem Album leider, wie schon mal erwähnt, kaum Positives abgewinnen...es klingt einfach zu 90% schrecklich...und der Autotune...da könnte man kotzen!
Wie man den effekt halbwegs sinnvoll einsetzen kann beweist das aktuelle Booba Album, da fällt es mMn nämlich kaum störend auf.
Alles in allem ist das Teil hier mehr als enttäuschend.
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