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Zum Ende der Seite springen Binary Star - Masters Of The Universe
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Binary Star - Masters Of The Universe


Release Date:
31. Oktober 2000

Label:
Subterraneous Records

Tracklist:
01. Reality Check
02. Conquistadors
03. Solar Powered (Intro)
04. Solar Powered
05. Slange Blade (Intro)
06. Slang Blade
07. Binary Shuffle (Intro)
08. Binary Shuffle
09. Fellowship (Feat. Athletic Mic League & Decompoze)
10. New Hip Hop
11. Masters Of The Universe
12. Indy 500 (Feat. Decompoze)
13. Evolution Of Man (Feat. Brenda J)
14. I Know Why The Caged Bird Sings (Part 1)
15. I Know Why The Caged Bird Sings (Part 2)
16. Honest Expression
17. Honest Expression (Outro)
18. Glen Close
19. Wolf Man Jack (Intro)
20. Wolf Man Jack
21. One Man Army
22. K.G.B. (Intro)
23. K.G.B. (Feat. Malaki, Texture, Elzhi, O Type Star, Lacks & Juice)
24. Outro

Review:
Beim Städtchen Pontiac (Michigan) geht der erste Gedanke zu General Motors, eher weniger zu HipHop-Musik. Die Stadt mit relativ hoher Armutsquote bot in den Neunzigern allerdings zahlreichen Jugendlichen Nährboden, in kriminelle Machenschaften abzurutschen. So auch den zwei hier im Rampenlicht stehenden Herren, deren Verbrecher-Laufbahn recht schnell im Kittchen endet, wo sich One Man Army und Senim Silla erstmals begegnen (Ersterer konvertiert sogar zum Islam). Da beide zuvor schon in der lokalen HipHop-Szene aktiv waren, schließt man sich nach Freilassung zu Binary Star zusammen und nimmt das Low-Budget-Release "Waterworld" (limitiert auf 1000 Exemplare) auf. Bewährungsauflagen verbieten zu diesem Zeitpunkt noch das Verlassen von Michigan und größere Bekanntheit, doch ein Jahr später und mit der Gründung des eigenen Labels (Subterraneous) wird "Waterworld" nochmals aufpoliert, umsortiert, erweitert und als "Masters Of The Universe" veröffentlicht.

"Binary stars are like two stars that appear to be one star. But they revolve so close, if you look at them closely, in reality they're two stars revolving around each other", so die Erläuterung zum "Gruppen"-Konzept. Als nicht unwichtiger Teil dieser Compilation ist noch Decompoze zu nennen, den One Man Army alias One Be Lo alias The Anonymous von früher kennt und der an der Gründung von Subterraneous teilhat. Dieser Decompoze nämlich produziert einen beachtlichen Teil der Songs, den Rest machen Silla und (hauptsächlich) Lo unter sich aus - "MOTU" ist also eine Inhouse-Angelegenheit, was der Platte erlaubt, ihren ganz eigenen Charakter zu entwickeln. Der rührt sowohl von den Produktionen als auch von den beiden Emcees her, die sich beide als stilistisch ähnliche, sehr agile und elegante Flower herausstellen, mit gerade der richtigen Differenz in der Stimmlange. Für das Anliegen von Binary Star muss man sich die damalige Zeit vorstellen, die klar einen Wendepunkt für HipHop-Musik darstellt - erstmals war die Notwendigkeit für Emcees wie Silla und Lo gegeben, um die Leute daran zu erinnern, wie echter HipHop zu klingen hat. Was die beiden nun so besonders macht, ist der Umstand, dass dieses Realkeepen keineswegs im Vordergrund steht, hier wird einfach unbeschwert ans Werk gegangen und genau dadurch ein starkes Statement gesetzt. Alles, wofür Binary Star stehen, wird schon im Opener zusammengefasst: Es eröffnet ein Piano-Intro, es wird ein unerwarteter Fade eingeworfen, auf dass kurzzeitig nur noch Kick und Snare in den eigentlichen Track überleiten, der mit einem weiteren Piano-Loop wie eine frische Brise ins Haus weht - der perfekte Nährboden für einen gut gelaunten One Be Lo, der sich mit Zeilen wie "It ain't all about economy, so the fact that all these wack emcees is makin' Gs don't bother me / Honestly, my number one policy is quality, never sell my soul is my philosophy" vorstellt. Gute Laune ist ein wichtiger Teil der Reise durch dieses Album, darüber hinaus ist es die Konstellation der beitragenden Komponenten, die Großes hervorbringt: Auf Low-Budget-Ebene finanziert, haftet den Songs streckenweise der Lo-Fi-Charakter der Neunziger an, die Kreativität des Duos verhindert jedoch, dass die Geschichte altbacken wirkt und mit dem locker-jazzigen Outfit fährt man sowieso seine eigene Schiene. Staunend gibt man sich dem parallel rohen und smoothen "New Hip Hop" des Duos hin, lauscht, wie in zwei ebenbürtigen "I Know Why The Caged Bird Sings"-Teilen über den Knastaufenthalt berichtet wird oder wie mit der AML und Decompoze in "Fellowship" ausgelassen das Mic durch die Runde wandert. Schmackhafte Basslines, dezente Drums und knackfrische Samples finden sich praktisch auf jedem Song in Gesellschaft der munteren Flows der beiden Pontiac-Rapper. "Indy 500" bemüht ein schwermütiges Piano-Sample und bezieht klare Stellung gegen diktierende Majors, was ebenso herzhaft über die Bühne geht wie "Honest Expression", das eine scharfe Definition davon abgibt, was HipHop ist und welche falschen Richtungen eingeschlagen werden. Darüber hinaus findet sich noch ein wenig Storytelling: "Wolf Man Jack" beschäftigt sich mit der nicht alltäglichen Werwolfthematik, "Glen Close" mit einem unliebsamen weiblichen Anhängsel. Mindestens ebenso hörenswert sind die inhaltlich weniger gehaltvollen Tracks, in ihrer besten Form in der basslastigen Stimmungsgranate "Slang Blade" oder im abschließenden "K.G.B.", für das sich im russischen Punchline-Mob (Lo: "I make it harder for the next emcee, that's my specialty") u.a. die Chicagoer Juice und O Type Star, Lacks mit einem seiner ersten Auftritte als auch ein blutjunger Elzhi einfinden.

Glücklicherweise erreichten Binary Star noch die Neuveröffentlichung von "Waterworld", bevor sie sich dazu entschieden, getrennte Wege zu gehen, denn es hat sich gelohnt: Ihr "zweites" Album klingt geschlossener, runder und steigert die Qualität noch ein wenig. Wie schon erwähnt ist diese Stellungnahme zweier HipHop-Fans, die ihr Genre vor die Hunde gehen sehen, gerade deshalb so stark, weil sie Altes mit Neuem verbindet und dabei ihren ganz eigenen Vibe entwickelt. Darüber hinaus haben Senim Silla und One Be Lo, obwohl sie damals praktisch Newcomer waren, in abgeklärter Weise einiges zu erzählen, weshalb man die Lyrics problemlos viele Male durchlaufen kann. Deshalb ist "Masters Of The Universe" für jeden, der sich mit Non-Gangsta-HipHop identifiziert und die Scheibe noch nicht kennt, höchst empfehlenswert.

Wertung: (4,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (0 Bewertungen / 0 Ø)


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SnoopFrog
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Habe mir Waterworld jetzt mal gegeben und bin echt sehr zufrieden damit. Ob ich dafür auch 4,5 geben würde kann ich noch nicht sagen. Diese Version hier wäre mir auf jeden Fall zu skip-lastig.

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4,5 ist definitv gerechtfertigt
Wäre bestimmt in meiner Top 10 des Jahrzehnts wink

edit: Reality Check würd ich noch erwähnen, genialer track

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Bear: 20.06.2011 13:33.


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Zitat:
Original von Bear
edit: Reality Check würd ich noch erwähnen, genialer track


so verrät sich wer die Review nicht liest laugh grins Zunge raus

Zitat:
Original von SnoopFrog
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Oh^^
hab blos die schwarz gedruckten Songs gesehn heulen
sorry
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Zitat:
Original von Bear
Oh^^
hab blos die schwarz gedruckten Songs gesehn heulen
sorry


kein Ding. Meistens sind ja auch wirklich alle angesprochenen Tracks fett erwähnt
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