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Zum Ende der Seite springen Cookie The Herbalist - Like A Tree
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Cookie The Herbalist - Like A Tree


Release Date:
01. Juli 2011

Label:
Gideon Production / Rootdown Records

Tracklist:
01. Hold on (Feat. Andrew Robinson)
02. Marching On
03. Like A Tree
04. Stories Pon Stories
05. Running Away
06. A Girl Like You (Feat. Sophia Squire)
07. Move On
08. Modern Times
09. Who Dem
10. Sick A Dem
11. Herbalist's Tale (Feat. Jah Mason)
12. Inna Mi Car
13. Good Life
14. Looking For Some Love
15. So Glad

Review:
Cookie The Herbalist, dessen Künstlername bereits recht provokant Kekse und Gras verbindet, als das Schweizer Pendant zu Gentleman zu bezeichnen, wäre trotz gewisser Gemeinsamkeiten wie dem fernab der Muttersprache und am jamaikanischen Patois angelehnten englischsprachigen Gesang und dem vielfältigen Sound jedoch ein Fehler. Denn während der in Köln lebende Reggae-Sänger bereits seit Längerem eine international anerkannte Größe ist, muss sich Stefano Raschi alias Cookie The Herbalist nach dem ersten relevanteren musikalischen Lebenszeichen in Form der "The Good Weed"-EP (2008) erst noch über die Grenzen der zumeist von Mundart-Reggae geprägten Schweizer Szene etablieren. Sich tiefer in den Köpfen der Reggae-Hörerschaft zu verwurzeln, versucht er nun mit seinem Debütalbum "Like A Tree", für welches sich der Schweizer Newcomer auch mit internationalen Produzenten aus dem Reggae-Universum sowie dem hochkarätigen jamaikanischen Überraschungsgast Jah Mason zusammengetan hat.

Strahlt schon das naturverbundene Album-Artwork eine gewisse Ruhe aus, so geht diese Ruhe auch vom einleitenden, souligen Opener "Hold On" aus, für den sich Cookie mit dem Wahl-Schweizer Andrew Robinson zusammengetan hat, mit welchem er nun recht persönliche Einblicke in sein bisheriges Leben gewährt und zusammen mit seinem Gesangs-Partner versucht, dem Hörer den richtigen Weg durchs Leben aufzuzeigen. Weitaus überzeugender und eindringlicher vermittelt diese Messages allerdings sein jamaikanischer Gast Andrew Robinson, der im Gegensatz zum Schweizer Album-Debütanten einfach mehr Gefühl in seine Botschaften legt und somit den richtigen Kontrast zu den eher sanften Gitarrenklängen findet. Mehr grau als grün präsentiert sich der immerhin langsam aufgetaute Schweizer auch im folgenden Song, denn so richtig kann man seine Stärken aufgrund einer doch recht austauschbaren Stimme und zusammengestreuten Lyrics immer noch nicht definieren, weshalb man gespannt auf den Titeltrack "Like A Tree" wartet. Dieser kommt mit dem bereits von Künstlern wie Lutan Fyah oder dem noch später auftretenden Jah Mason bearbeiteten und von Gabriel "Messenjah" Calcott geschusterten "Nah Bow Down Riddim" vorbei, auf welchem Cookie The Herbalist uns nun enthusiastisch und mit einer Metaphern-Flut erklärt, was es denn mit der Bedeutung des Baums für ihn und seine Musik auf sich hat. Auch wenn die Titeltrack-Vorstellung schon allein aufgrund der zugrundeliegenden Idee und Thematik sicherlich nicht als Einheitsbrei abgestempelt werden kann, ruft sie bei mir bäumetechnisch doch vielmehr das Bild einer dicht bewälderten Reggae-Landschaft hervor, in der Cookie als einer von vielen nur schwer herausragt. Klassischen melodiösen Lovers Rock bekommt man im bisher gelungensten Tune "A Girl Like You" geboten, in dem Cookie erstmals das richtige Gleichgewicht zwischen raueren und gefühlvollen Ansagen findet, auch wenn die zugrundeliegende und oft schnell kitschig wirkende Thematik natürlich nicht mehr viel Platz für lyrische Quantensprünge bietet. Abgerundet wird das Ganze von dem stimmigen Beitrag der gefeaturten jamaikanischen Sängerin und Songwriterin Sophia Squire, die allerdings trotz gelungenen Album-Einstands noch nicht in die Sphären von Genre-Meisterinnen wie Alaine oder Tami Chynn vorstoßen kann. Auf der bisher weniger erfolgreichen Suche nach besonders ausgeprägten Stärken des Schweizers sollte man zumindest die bisher gebotene musikalische Vielfalt hervorheben, die sich nun nach einer melodiöseren, reggaelastigen Phase in dem düsteren, Dancehall-lastigen und pumpenden "Modern Times" ausdrückt, in dem Cookie als "king of the jungle", untermalt von Sirenengeräuschen und Schüssen, ein durchaus sozialkritisches Bild der heutigen und chaotischen Welt voller Probleme und Missstände zeichnet. In jedem Fall eine gelungene atmosphärische Abwechslung, auch wenn man die eindringlichen Botschaften gesangstechnisch trotz aller Bemühungen des Schweizers lieber in der rauchigen und leidenden Stimme eines Mavados verpackt gesehen hätte. Doch nach dem recht holprigen und grauen Start ins Debütwerk hat der Schweizer nun sichtlich Fuß gefasst und präsentiert sich auch im folgenden treibenden Song erneut energiegeladen und hochmotiviert. Genauer unter die Lupe muss man selbstverständlich den Auftritt von Cookies Idol, dem jamaikanischen "Mi Chalwa"-Deejay Jah Mason, auf dem Roots-geprägten Herbman-Anthem "Herbalist's Tale" nehmen. In diesem House-of-Riddim-Tune zeichnet sich die Naturverbundenheit des Schweizers in der Liebe beider Künstler zur angepriesenen Hanf-Pflanze aus, welche sich neben einem weiblichen "Ganja, Ganja, Ganja"-Refrain in laut gekrächzten Parolen wie "Legalize the herb" oder "I smoke weed every day" ausdrückt. Dass bei einem Vergleich beider Reggae-Generationen der deutlich ältere Jah Mason nicht nur aufgrund seines charismatischen und unverwechselbaren Stimm-Organs die Nase vorne hat, verwundert natürlich trotzdem nicht. Das Albumende bietet noch einmal völlige soundtechnische Vielfalt, die nach einer nervtötenden und vom Schweizer Eidgenossen Weedy G produzierten Dancehall-Sause inklusive eintöniger Lyrics ("Inna Mi Car") und einem ruhigen und gefühlvollen Reggae-Tune samt weiblicher Gesangs-Unterstützung im Hintergrund ("Looking For Some Love") dann schlussendlich in einem unerwarteten, aber gelungenen, pianobegleiteten und verträumten R&B-Ausflug gipfelt ("So Glad"), in dem der Schweizer Reggae-Sänger noch einmal einen persönlichen Einblick in seine Gedankenwelt bietet und das Album träumerisch ausklingen lässt.

Während das Debütwerk des Schweizers anfangs noch von einem recht grauen Schleier bedeckt wird und man aufgrund fehlender besonders hervorstechender gesangstechnischer oder inhaltlicher Ausrufezeichen auf der Suche nach besonderen Stärken noch im Nebel stochert, lockert sich der musikalische Himmel im Verlauf des Albums immer mehr auf und man bekommt einen aufgetauten Cookie The Herbalist geboten, der zunehmend fehlende Highlights mit besonderem Einsatz und einer großen Bandbreite an Themen und Soundeinflüssen wettzumachen versucht. Dass man dabei trotz der großen Auswahl an Musikeinflüssen und atmosphärischen Stimmungen kein Klang-Gewand als so richtig hundertprozentig zum Schweizer passend ausmachen kann und richtige Highlights leider ausbleiben, ist wohl der Grund, warum man dem ambitionierten Newcomer für seinen Album-Einstand lediglich zweieinhalb Kronen und das Prädikat "stets bemüht" zusprechen kann.

Wertung: (2,5 von 5 Kronen)


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