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Zum Ende der Seite springen Blitz The Ambassador – Native Sun
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Blitz The Ambassador – Native Sun


Release Date:
06. Mai 2011

Label:
Jakarta (Groove Attack)

Tracklist:
01. En-Trance
02. Dear Africa (Feat. Les Nubians)
03. Akwaaba
04. Best I Can (Feat. Corneille)
05. Instumentalude
06. Accra City Blues
07. Free Your Mind
08. Wahala (Feat. Keziah Jones, Promoe, Baloji & Bocafloja)
09. The Oracle (Chuck D PSA)
10. Victory (Feat. Pete Philly)
11. Native Sun (Feat. Shad)
12. Ex-Itrance

Review:
Mal abgesehen von der inzwischen seit geraumer Zeit beklagten Jahrhundert-Krise der Musikindustrie kommt es kommt es erschwerend hinzu, dass große Major-Labels in der Regel nicht mehr bereit sind, Kreativität und Individualität zu fördern. Die Folge für querdenkende Artists ohne größeres Budget ist somit ein Leben im Schattendasein der erfolgsorientierten Pop-Industrie. Manchmal gibt es aber auch Erfolgsgeschichten, die den Glauben an die kreative Seele der Musikindustrie am Leben erhalten. Eine solche – wenn auch in kleineren Maßstäben – stellt die Geschichte von Samuel Bazawule, besser bekannt als Blitz The Ambassador, dar. Nicht nur, dass er mit Jakarta Records ein Label gefunden hat, das ihm vollstens den Rücken deckt (auch wenn es sich hier um ein Indie-Label handelt), auch seine eigene Liveband, das Embassy Ensemble, hält ihm seit einigen Jahren die Treue und zusammen konnte man mit "Stereotype" vor zwei Jahren für einigen Wirbel sorgen. Als würde es sich nicht offensichtlich genug anbieten, hat man sich nun für das neue Album dazu entschlossen, zu den gemeinsamen Wurzeln zurückzukehren und dem afrikanischen Kontinent, auf musikalische Weise, zu huldigen.

Nüchtern betrachtet erscheint diese Tatsache zunächst jedoch weder besonders einfallsreich noch wirklich spannend. Projekte in diese Richtung gibt es bereits zahlreiche und zu oft bekommt man halbgare Afrika-Hymnen geboten, die es an Themen-Vielfalt genauso fehlen lassen wie an einem ordentlich umgesetzten Konzept. Was die Sache in diesem Fall aber wieder ein wenig interessanter gestalten dürfte ist Blitz Ass im Ärmel: das Embassy Ensemble, welches dem Konzept der Platte durchaus ein ganz ureigenes (Sound-)Bild auf den Weg durch Afrikas (musikalisches) Herz geben könnte. Zudem ist Blitz gebürtiger Ghanese, was ihm unweigerlich ein wenig von dem Trittbrettfahrer-Image befreit, welches man ihm eventuell ankreiden könnte. So gibt es unter anderem einen nahezu kompletten Track auf Ashanti zu bestaunen: "Akwaaba", was übersetzt "Willkommen" heißt. Das recht seichte Sound-Gefilde des Tracks repräsentiert zudem gewissermaßen die Stimmung des Albums. Man bekommt ein überwiegend konformes Soundgerüst geboten, das einem wie auf "Entrance" oder besonders auf "Whalhala" die afrikanische Steppe scheinbar leichtfüßig in die eigenen vier Wände bringt. Der gewohnte Einsatz diverser Bläser wird mit einigen afrikanischen Percussions angereichert und schafft somit ein glaubwürdiges Afrika-Feeling. Insgesamt gesehen geht es vergleichsweise lebensfroher als auf "Stereotype" zur Sache, allerdings auch wesentlich zurückhaltender was die Instrumentals angeht. Lyrisch kann Blitz nicht gerade für Aufsehen sorgen, dafür sind die angesprochenen Themen aufgrund des Konzepts zu vorhersehbar: Auf "Dear Africa" wird beispielsweise die allseits bekannte und oft kritisierte Ausbeutung des "Schwarzen Kontinents" angesprochen, "Accra City Blues" bietet hingegen einen Trip zur "Memory Lane", der textlich zwar nicht sonderlich aufregend wirkt, allerdings durch eine mitreißend schwermütige Atmosphäre glänzen kann. Der ebenfalls ruhige, fast schon melancholisch wirkende Track "Best I Can" wird durch schnelle Hi-Hats getragen und zwingt Blitz somit quasi zu einem für das Album ungewöhnlich rasanten Flow. Ansonsten bleibt Blitz eher bei einem gemächlicheren Tempo, das er nur stellenweise abrupt zu unterbrechen weiß, so wie auf "Victory", welches durch ein angenehmes Feature des niederländischen Wortakrobaten Pete Philly tatkräftige Unterstützung erhält. Das Feature des Wahl-Kanadiers mit afrikanischen Wurzeln, Shad, hilft im Gegensatz dazu kaum, den Track "Native Sun" auch als herausstechende, musikalische Erfahrung zu kennzeichnen. Wie beim sinnbildlichen Verlassen der afrikanischen (Musik-)Landschaft, repräsentiert durch das Beinahe-Instrumental "Ex-Itrance", kann im Grunde nur das Embassy Ensemble für gesteigerte Aufmerksamkeit sorgen.

Blitz' Afrika-Huldigung schafft es leider nicht wirklich, aus den Vollen zu schöpfen. Weder Soundbild noch lyrische Ergüsse können dieses Mal für den Aha-Effekt sorgen, den "Stereotype" noch mühelos hinterließ. Das mag nun nicht daran liegen, dass man das musikalische Vermögen der Band bereits kennt oder Blitz gar anfangen würde, uninteressant zu wirken, die Stolpersteine liegen ganz woanders: Blitz selber scheitert eher an den Kritikpunkten, die bereits zu Anfang der Review aufgeführt wurden, er kann einfach keinen Themen-Aufbau bieten, der dem Hörer eine gewisse Spannung vermitteln könnte. Zu sehr hält er sich an den typischen Afrika-Assoziationen von Ausbeutung, Freiheit und der obligatorischen Liebeserklärung an den Kontinent. Leider kann auch die Sounduntermalung diesmal nicht vom Hocker reißen, wirklich im Gedächtnis bleibt einem kaum etwas. Alles in allem ist zeigt sich das Album in einem grundsoliden Zustand, von der demonstrierten Genialität eines "Stereotype" ist dieses Werk aber leider auch ein gehöriges Stück entfernt.

Wertung: (2,5 von 5 Kronen)


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Konzept klingt ja eigentlich nicht verkehrt... nur mit Blitz konnte ich sogar schon auf den beiden frühen Alben nicht sooo viel anfangen, wobei er da noch nicht auf Teufel komm raus versucht hat, anders zu sein
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Ich stimme der Review ziemlich zu. Hatte hohe Erwartungen gehabt, im Endeffekt sind aber nicht mehr als 4-5 Tracks hängen geblieben (vorneweg "Best I Can") weil der Rest für mich stellenweise echt unhörbar scheint.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von sneaks: 18.07.2011 11:53.

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Kommt mir fast zu schlecht weg, aber teilweise kann ich die gewichtigeren Kritikpunkte auch nachvollziehen. "Dear Africa" und "Best I Can" sind für mich dennoch richtige Glanzpunkte!

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hey, danke für den Beitrag...eigentlich schade, war doch "Stereotype" eine echt dicke Scheibe...laut,emotional und eben sehr afrikanisch wie ich finde!

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