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User Beitrag:
V/A - Boomshell Presents: The Premix


Release Date:
20. Mai 2011

Label:
Boomshell Records

Tracklist:
01. Two Gunz Blazin (Feat. Inspectah Deck & Timbo King)
02. Go Ahead (Feat. Outerspace & Gaza Smith)
03. Murda On The Daily (Feat. AZ & Cormega)
04. Geeez
05. Static (Feat. Shiz & Gaza Smith)
06. Illadelph Mindstate (Feat. Rasul Allah)
07. Solar Powered Emcees (Feat. Killah Priest, Hell Razah, Cosmic Crusader & Richard Raw)
08. Horns
09. Drums Of War (Feat. Gaza Smith)
10. Damaged
11. Stellar Gravity (Feat. R-Son)
12. Stone Cold (Feat. The Gift Of Gab & Brian Williams)
13. All I Had (Feat. Tamaro)
14. Control
15. Let It Reign On 'Em (Feat. Reef The Lost Cauze)
16. The Highest (Feat. Junior Reid & Wise Intelligent)
17. Blueberry Remix
18. Lights Out (Feat. Cosmic Crusader)

Review:
Es gibt selbst im heutigen Informationszeitalter noch Alben, die plötzlich vor der Tür stehen, wie etwa dieses hier, das auf den ersten Blick zunächst wie eine gänzlich lose Compilation aussieht, was natürlich daran liegt, das man mit dem Namen Boomshell Records nichts verbindet. Das Label ist in Philadelphia beheimatet und in erster Linie mit dem Namen Latch-Key Kidz zu identifizieren, mehr einer Gruppierung als einer Gruppe, die JC und Ahmad als ihr Rückgrat benennen kann und Gaza Smith als den primären Emcee. Irgendwo um die Jahre 2005/ 2006 beginnt man mit ersten Aufnahmen, schließt sich mit lokalen Acts kurz und profitiert vor allem von einer Show von Inspectah Deck in Philly, bei der man mit Deck's Manager Banger anbandelt, woraufhin das Projekt konkretere Formen annimmt. Dass "The Premix" dann erst 2011 erscheint, liegt daran, dass man (wahrscheinlich neben immer wieder vorgenommenen kleinen Änderungen) das Projekt - gleich eines guten Tropfens - noch etwas altern lassen wollte.

Der Titel "The Premix" klingt wie ein halbgares Mixtape, ist in Wirklichkeit aber die Folge eines Witzes, den man über Puff Daddy, den bekanntermaßen einzigen und wahren Erfinder des Remixes, riss. Dieser wurde weitergesponnen und endete schließlich in einem Podcast aus der postapokalyptischen Welt, die das Cover zeigt. Interessant wird die Compilation selbst für jene, die noch nie von Boomshell gehört haben, dadurch, dass die Latch-Key Kidz eine beachtliche Gästeliste versammeln konnten, in der sich neben einigen Philly-Größen auch interessante Gäste aus dem Big Apple einfinden. Doch seien zuerst die grundlegenden Wesenszüge der Scheibe erläutert: JC ist es, der für die komplette Produktion aufkommt und zusammen mit Ahmad als Executive fungiert. Neben Gaza Smith ist außerdem der kaum mehr anwesende Shiz mehr oder weniger als Mitglied vertreten. Damit ist alles Wichtige geklärt und man kann sich direkt der Musik widmen, die mitnichten als langweilige, zusammengewürfelte Ansammlung von Einzelteilen eingestuft und abgestempelt werden sollte. Zunächst hat JC den schönen Eastcoast-Sound, den man in Philly in letzter Zeit regelmäßiger antrifft als ich New York selbst im Gepäck - kein übertriebenes Gerammel vogelwilder Streicher-Samples, sondern schlicht gestrickte Hausmannskost in sauber angerichteter Form. Rasul Allah beispielsweise stürmt nach einer sauguten Einleitung die Bühne und referiert zu düsterem Klang-Outfit über die harten Straßen Illadelphs. Das hilft dem Overall-Gefühl jedoch noch herzlich wenig, dort springt dann allerdings die Zusammmenstellung der Scheibe ein: Während die Latch-Key-Kidz-Rapper selbst nur sporadisch auftauchen, passt die beträchtliche Zahl Gäste doch gut zusammen, während fünf sehr saubere Instrumentals zusätzlichen Zusammenhalt gewähren. Der stärkste dieser Einschübe ist zweifelsohne "Control", das mit seiner unglaublich stimmungsaufbauenden Art auch als optimales Intro getaugt hätte, die Szenerie des Covers am ehesten trifft und zudem ins aufbrausende "Let It Reign On 'Em" überleitet, in dem Reef so stark wettert wie lange nicht mehr. R-Son (vom Philly-Duo Flight Brothers) erinnert im Streicher-Stück "Stellar Gravity" gar entfernt an Chuck D, Tamaro (ebenfalls aus Philly und über die LCOB an Bord gezogen) bekommt die nächste Packung gelungen gebündelter Streicher für "All I Had", eine weitere Episode des Straßenlebens. Für Kritik ist ebenfalls Platz, denn es passt nicht alles zusammen: Gift Of Gab ist in "Stone Cold" schon von grundauf der Exot, passt dann (wenig überraschend) auch nicht ins Bild, selbiges gilt für Wise Intelligent und Junior Reid, die sich in "The Highest" darüber hinaus auch nicht mit Ruhm bekleckern. Abgesehen davon gibt es wenig zu meckern, alle Songs halten ein gewisses Grundniveau und passen zueinander, wobei JC es sich nicht nehmen lässt, in "Solar Powered Emcees" ein Stück auf seine Gäste zuzugehen, um so dem dicken Lineup gerecht zu werden. Auf die Gäste zugegangen wird auch in "Murda On The Daily", dem überraschendsten und besten Song der Platte, der wie ein QB-Cut von vor zehn Jahren klingt (aber aus dem Jahr 2010 stammt) und das Duo AZ und Mega ("The situation is real / In jail you get mail, at home you get bills") in entsprechend guter Form auflaufen lässt. "Two Gunz Blazin'" zeigt Deck zwar nicht in derselben Topform, ist aber aufgrund der Wichtigkeit der Bekanntschaft mit Deck an erster Stelle gerechtfertigt und weckt in jedem Fall (da Timbo den Hörer nicht hängen lässt) Interesse.

Boomshell Records sind nicht die ersten, die dieses gemischte Konzept einer Compilation, die gleichzeitig den eigenen Namen und die eigenen Künstler vorstellt sowie illustre Genre-Größen zur Sicherung von Aufmerksamkeit listet, ins Rennen schicken. Zumeist ist solchen Projekten dann außerdem mäßiger Erfolg beschieden. Doch wenn man wie im Fall "The Premix" mit durchwegs gutem HipHop der schnörkellos guten ostküstlichen Machart versorgt wird, darf man getrost einsteigen, zumal es JC und Kollegen ganz sicherlich nicht um den eigenen Ruhm geht - zu spärlich ist dafür die öffentliche Inszenierung, eine Erklärung, mit wem man es denn genau zu tun hat, ist dem Hörer ebenfalls nicht vergönnt. Der bedarf es natürlich nicht, um festzustellen, dass "The Premix" eine schlichtweg gelungene Compilation ist, die das verspricht, was die Gästeliste erhoffen lässt.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
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