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Zum Ende der Seite springen Headnodic - Red Line Radio
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Headnodic - Red Line Radio


Release Date:
26. Juli 2011

Label:
Brick Records

Tracklist:
01. You Can Call It That (The Introduction)
02. Red Line Radio (Feat. Mission)
03. Movin' On Up (Feat. Latyrx)
04. Surgeon General (Feat. People Under The Stairs)
05. The Mondays (Feat. Kat ((O1o))
06. Haven't You Heard? (Feat. Sadat X & Scienz Of Life)
07. These Days Ahead
08. The A.M. (Feat. Othello, Aima The Dreamer & DJ Vajra)
09. Turn Your Radio Up (Feat. Mr. Lif, The Gift Of Gab & The Grouch)
10. Russian River
11. Cough Drop (Feat. Raashan Ahmad)
12. The Mush (Feat. Moe Pope & Benzito The Village President)
13. Truth (Feat. Destani Wolf & The Jazz Mafia Horns)
14. Durty Diamonds (Feat. Moe Pope, Bru Lei, Jern Eye, Nightclubber Lang & One Be Lo)
15. Carpe Noctum
16. Viles (Feat. Myka 9 & P.E.A.C.E.)
17. Mr. Incomplete (Feat. The Jazz Mafia Horns)
18. Pepper's Lullabye
19. Thanks

Review:
Headnodic ist einer dieser Namen, über die man immer wieder stolpert, die von vielen aber nicht klar eingeordnet werden können. Das liegt einerseits daran, dass der umtriebige Mann auf vielen Hochzeiten tanzt, ist aber auch insofern nicht ganz unbegründet, als er dabei immer eher im Hintergrund stand. Seine Einzelausflüge kennen wohl die wenigsten, datieren diese doch in die Jahre 2000 und 2002, als der Produzent noch nicht lange mit den Crown City Rockers von Boston (an dessen Berklee-Musik-College die Gruppe, mit der man Headnodic am ehesten in Verbindung bringt, zusammenfand) nach Oakland gezogen war. In der dortigen Szene integriert er sich dann allerdings schnell, was letzten Endes in einem Projekt wie den Mighty Underdogs endet. Für sein offizielles Debüt schließt Headnodic den Kreis und tut sich mit dem Bostoner Label Brick Records zusammen, um mit "Red Line Radio" seinen kompletten Werdegang wiedergeben zu können.

So und nicht anders sieht auch die prall gefüllte Gästeliste aus, vom sonnigen Kalifornien, dem Mittleren Westen (schließlich stammt Headnodic ursprünglich aus Wisconsin) als auch von der Ostküste haben sich Szenenlieblinge eingefunden, die eigentlich alle auch Sinn auf dieser Scheibe machen. Eine wahllos zusammengewürfelte Compilation hat man also nicht zu befürchten, wohl aber den aufgeweckten Sound Headnodic's, der klassisches Sampling mit dem ausgiebigen Bass-Spiel kombiniert, das Headnodic so gerne betreibt (wobei er noch einige andere Instrumente beherrscht). Als Herausforderung für diese Scheibe wird gelten, all die Gäste unter einen Hut zu bringen, zumal Headnodic selbst schon ein recht facettenreicher Künstler ist, der seinem Album keine wirkliche Fahrtrichtung vorgibt: Im "Red Line Radio" darf alles laufen, es muss nur den Grat treffen, den Headnodic als gut erachtet - und der wird ja praktisch durch die eigene Musik definiert. Der normale HipHop-Fan wird da allerdings nicht immer einer Meinung mit dem Mann hinter den Kulissen sein, denn der macht in seinem scheinbaren Bestreben, ein wenig Geschlossenheit ins Album zu bringen, einige Kompromisse Richtung Normalität. Doch egal wo er bisher produzierte, sein fast durchgehend als Gute-Laune-Sound zu bezeichnender Stil lebt von flippigen Samples und Experimentierfreude - und genau deshalb ist ein "Haven't You Heard?", das man auf jedem x-beliebigen Album auch hätte finden können (zumal Sadat als Gast hier nicht wirklich essenziell ist), zum Einschlafen langweilig. Auf der anderen Seite stehen Tracks wie "Red Line Radio", das mit rockigen, sehr basslastigen Elementen gut abgeht und Raashan Ahmad und Moe Pope als Mission0 Emcees vereint, die dem Hörer wiederum weiter einheizen. Doch damit ist kein dauerhaftes Rezept zum Erfolg gefunden, "Durty Diamonds" bemüht Headnodic's beliebte Kombo, krallt sich einen Break Beat, schnallt Bass-Spiel drüber, trottet aber zu langsam und trocken vor sich hin, als dass die Gäste (vor allem der selten gesehene Bru Lei erfreut) etwas ausrichten könnten. "Movin' On Up" ist an sich nicht verkehrt, hat aber damit zu kämpfen, dass der eine Woche zuvor in die Plattenläden eingezogene Willie Evans Jr. das Jan-Hammer-Sample wesentlich besser verarbeitet hat, und muss zudem noch froh sein, dass Lyrics Born während seines Parts nicht einschläft. In der klassischen Backpack-Sparte ist Headnodic ansonsten nicht viel eingefallen: "Cough Drop" ist instrumental wertlos, "Viles" trotz Rap-Schwallen der FF-Spitter zu ungefährlich. Mit den PUTS schnarcht man sich durchs fröhliche "Surgeon General", während "The Mush" mit derselben guten Laune etwas mehr Pepp an den Start bringt. Seine Punkte sammelt Headnodic aber anderswo: "Truth" setzt feinfühlig den Gesang von Destani Wolf, ausstaffiert von den Jazz Mafia Horns, ein und auch die Instrumentals sind nicht von schlechten Eltern: Sei es nun "These Days Ahead", "Russian River", "Pepper's Lullabye" oder "Mr. Incomplete", sie alle halten diese Scheibe zusammen, geben ihr ein Gesicht und machen die teils mittelmäßigen Rap-Partien erträglich. Lediglich "Thanks" ist dann ein Song zu viel.

Es liegt nicht nur daran, dass Headnodic bisher eigentlich immer halbwegs überzeugte und sich deshalb einer höheren Messlatte zu stellen hätte, dieses Werk ist einfach nicht das, was es hätte sein können, was es wohl hätte sein sollen. Die Backpacker-Kreise der Bay Area, in denen Headnodic inzwischen verkehrt, stehen im Optimalfall für erfrischenden Westcoast-Sound, der hier viel zu oft den Zwängen weicht, die Headnodic sich selbst dadurch auferlegt, indem er versucht, alle Gäste gescheit zu verstauen und im Rahmen eines gewöhnlichen Producer-Albums zu parieren. Denn genau an den Stellen, wo dessen typische Merkmale schwinden, trumpft "Red Line Radio" auf. Von einem guten Album ist es damit zwar ein gutes Stück entfernt, doch dank des einen oder anderen Rap-Tracks sowie der starken zusätzlichen Impulse rettet sich Headnodic knapp über die 50%-Marke.

Wertung: (3 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
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