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Zum Ende der Seite springen Paul White - Rapping With Paul White
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Paul White - Rapping With Paul White


Release Date:
23. August 2011

Label:
One-Handed Music

Tracklist:
01. Intro: We Make A Lot Of Noise
02. Right On
03. Trust (Feat. Guilty Simpson)
04. Run Shit (Feat. Marv Won)
05. One Of Life's Pleasures (Feat. Danny Brown)
06. The Doldrums
07. Life Is Flashing Interlude
08. Stampeding Elephants (Feat. Moe Pope)
09. Rotten Apples (Feat. Tranqill)
10. Thirty Days
11. A Weird Day (Feat. Homeboy Sandman)
12. African New Wave
13. Indigo Glow (Feat. Jehst)
14. Dirty Slang (Feat. Guilty Simpson)
15. A New Way
16. Evasive Action
17. Wily Walruses (Feat. Nancy Elizabeth)
18. Outro: We'll Never End

Review:
Obwohl Paul White schon ein paar Projekte auf dem Kerbholz hat, wird es wohl dieses hier sein, mit dem er sich vor allem in HipHop-Kreisen einem größeren Publikum präsentiert. Aufgewachsen ist er in Süd-London mit der Soul-Musik seiner Eltern, erlebte als Skater eine recht gewöhnliche Jugend, die ihn irgendwann zum HipHop führte. Doch nicht ausschließlich, Paul white begeistert sich für viele Genres, weswegen seine instrumentalen Projekte in den letzten zwei Jahren ("The Strange Dreams Of Paul White", "Sounds From The Skylight", "Paul White & The Purple Brain") auch mitnichten strikte HipHop-Scheiben sind. Dank seines Labels One-Handed Music (und dessen Alex Chase) erhält er für sein neues Album dann allerdings die Möglichkeit, u.a. mit einigen Untergrund-Größen aus den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, was zu "Rapping With Paul White" führt.

Ein typisches Producer-Album ist es schon aufgrund der Vielfalt und der Wahl der rappenden Gäste nicht; da es nur sieben an der Zahl sind, die zwischen einer Vielzahl an Instrumentals und Übergängen eingepflanzt werden, darf man besonders gespannt sein, was Paul zusammengebraut hat. Schließlich ist von einem Producer, der bisher nur Instrumental-Alben aufgenommen hat, ein wenig mehr Kohärenz bei der Albumkonzeption zu erwarten als bei dem typischen, austauschbaren Produzentenalbum. Doch wofür lange darüber philosophieren - "Rapping With Paul White" ist wie kein anderes Produzentenalbum und darüber hinaus ist es besser als fast alle anderen. Wer trotzdem eine Referenz sucht, der stelle sich eine Mischung aus Madlib und dem ebenfalls von den Insel stammenden Ghost vor. Gemein haben die drei eine Vorliebe für ausgefallene Samples und die Fähigkeit, auf ihrem Projekt das Ruder nie aus der Hand zu geben. Vor allem im Falle Paul White ist das eine wahre Kunst, denn einerseits sind die versammelten Emcees alle mindestens gut talentiert, andererseits kommen sie nicht alle aus derselben stilistischen Ecke. Paul hat damit nicht das geringste Problem, legt erstmal mit "Right On" und afrikanisch angehauchtem Schlagwerk-Gerüst entspannt los, um dem Hörer dann das düster-dichte "Trust" an die Ohren zu klatschen, für das Guilty Simpson in typischer Manier ("Suffocatin' in the drama / These days I only trust my mama") aufspielt und erheblich vom vielschichtig-füllenden Instrumental profitiert - da hätte wahrscheinlich sogar ein zweitklassiger MC nichts mehr ruinieren können, so zielstrebig gut führt Paul durch sein Album. Was hier an Samples aufeinanderprallt, ist für den Hörer eine wahre Freude. Dicke, pumpende Kicks folgen auf die wildesten Vocal-Samples, bunte Electronica-Spielereien und gewagte Temposprünge. Die Laufzeiten der einzelnen Songs sind außerdem nicht zu lang, damit Paul den ganzen Wahnsinn, der in seinem Hirn tobt, auf angemessener Spielzeit unterbringt. Deshalb heizt in "The Doldrums" ein Sample, das an Neunziger-Electro-Projekte wie Music Instructor erinnert, über schwere Kick reibungsfrei neben der ambitionierten und eigenwillig unterlegten Darbietung von Label-Kollege Tranqill in "Rotten Apples" vorbei. Moe Pope wird von einem Monster eines Beats unter Löwenbrüllen regelrecht in Paul's Beat-Wildnis gezerrt, wo er zu verblüffenden Synths dann den Großstadt-Dschungel zum Thema macht. Doch auch die anderen Gäste lassen sich nicht lumpen: Homeboy Sandman gibt als Amerikaner ein Portrait eines Besuchs im UK ab, Jehst nutzt seine entspannte Stimme für "Indigo Glow", das ihm auf den Leib geschneidert und für Paul's Verhältnisse sehr ruhig und harmonisch ist (der Track hätte auch von Ghost sein können). Der Mann mit dem Durchblick, der seine Gäste, so gut sie auch sein mögen, zu Beiwerk macht, ist Paul White, der Überraschung nach Überraschung loslässt und sogar in seinen Überleitungen mit Namen wie dem sanften "Thirty Days" oder "African New Wave" und dem entsprechenden Sound-Schmankerl aufwartet. Selbst den extravaganten Stil von Danny Brown bringt er in "One Of Life's Pleasures" fulminant nach Hause, und was er für Marv Won ("Man them Nikes is old, they ain't retro / [...] / I'm so Waka Flocka, I go hard in da paint") in "Run Shit" auspackt, sollte Pete Rock neidisch machen, denn der setzte das Osibisa-Sample bei weitem nicht so lebendig in Szene. Da stört es dann auch nicht weiter, dass Guilty's zweiter Auftritt nicht ganz so bombastisch verläuft, es wartet schließlich noch ein starker Abschluss, in dem vor allem Nancy Elizabeth, die ein Gedicht von Edward Lears ("Cold Are The Crabs") über ein einladend besänftigendes Instrumental liest.

Was man hier erleben darf ist wie sich eines der größten Producer-Talente der letzten Zeit seinen Weg in die etablierte HipHop-Szene bahnt. Wie Paul White mit seiner MPC umgeht ist eine wahre Freude. Wer die hohe Kunst des Samplings in kreativer Form vor Ohren geführt bekommen möchte, der ist bei paul White an der richtigen Adresse. Dem Briten kommt zugute, dass er mit den richtigen Gästen und außerdem der richitgen Zahl an Gästen ins Rennen geht, was zu einem Ergebnis führt, das hinsichtlich seiner Struktur etwas an Ghost's "Freedom Of Thought" erinnert, im Klangbild aber eigene Wege geht und nach jedem Song eine neue Überraschung bereithält. Mit dieser Vielseitigkeit und der jetzt schon faszinierend hohen Zahl an Highlights darf man sich von Paul White noch Großes versprechen. "Rapping With Paul White" ist ohne Frage einer der besten Momente des Jahres und - obwohl es ein Producer-Album ist - für maximalen Genuss am Stück zu genießen.

Wertung: (4 von 5 Kronen)


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Paul White - The Doldrums (Video)


Irgendwie flasht mich das grad krass. Muss ich auch mal testen das Album bestätigen
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verrückt, auf jeden Fall sehr fein...! n bisschen viel Gesang wie mir scheint aber in Kombination mit dem Sound völlig ok!

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