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Zum Ende der Seite springen Tragedy Khadafi - Still Reporting
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Tragedy Khadafi - Still Reporting


Release Date:
21. Oktober 2003

Label:
25 To Life Records / Solid Records

Tracklist:
01. Still Reportin'
02. Neva Die Alone Pt. II
03. The Code (Feat. Havoc & Littles)
04. Hood (Feat. Christ Castro)
05. Hood Love (Feat. Rashida)
06. The Message (Aura Check)
07. Wake The Dead (Black Aura Skit)
08. Walk With Me (911)
09. U Make Me (Feat. Capone, Littles & V-12)
10. The Truth (Feat. Christ Castro)
11. Fall Back (Feat. Havoc)
12. Can't Figure (Feat. V-12)
13. Eloheem
14. Crying On The Inside

Review:
Das neue Jahrtausend ist nicht der beste Freund von Tragedy Khadafi - mit dem ehemaligen Schützling Noreaga (inzwischen N.O.R.E.) verträgt man sich immer noch nicht sonderlich gut und trotz eines eigentlich gut aufgenommenen Debütalbums unter dem Namen Khadafi agiert Percy Chapman aus dem Untergrund heraus. Dabei hat er zu diesem Zeitpunkt schon einen Image-Wechsel durchlaufen, denn der vorwiegend politisch ausgerichtete und von radikalen Bürgerrechtlern inspirierte Intelligent Hoodlum wurde schon auf dem 2001er "Against All Odds" weitesgehend in den Schrank gesperrt. Dafür kann Trag zumindest auf sein eigenes Label 25 To Life setzen, das zusammen mit Solid Records sein mittlerweile viertes Album, "Still Reporting", vertreibt.

Eine illustre Gästeliste sucht man lieber anderswo - wo zu den Aufnahmen für "Against All Odds" immerhin noch ein Monster-Track mit Cam'ron und RZA (der aber wegen allseits bekannter und beliebter Label-Politik seinen Weg aufs Album nicht fand) geplant war, ist "Still Reporting" mit vorwiegend unbekannten QB-Recken gefüllt, selbst auf der Producer-Bank machen es sich einige Namen bequem, die noch unbekannter sind als jene auf "Against All Odds". Doch das soll schließlich niemanden vom guten Sound der Queensbridge abhalten, der im Jahr 2003 sowieso schon im roten Buch der bedrohten Arten eingetragen ist. Ein zu jener Zeit noch recht unbekannter Scram Jones, der sich hier mit vier Beats vorstellt, mausert sich in den Folgejahren immerhin zu einem der Aushängeschilder für den Sound, den man von Tragedy Khadafi erwartet. Die zweite große Stütze ist ein gewisser Booth, später auch als William Cooper bekannt, mit dem Tragedy Khadafi zu den Zeiten der Aufnahmen zu seinem Viertling immer öfter abhängt (nicht lange danach wird man die Black Market Militia gründen) und der ebenfalls viermal das Instrumental zu verantworten hat. Weitere Beitragende sind Sha Money XL, Ben Grimm von Now & Laterz sowie Dart La. Im Prinzip sind diese Namen aber recht unwichtig, denn Trag hat es wieder einmal geschafft, einen homogenen Sound zu garantieren, der oben erwähnten QB-Duft stolz ins Jahr 2003 trägt. Wie sich das anhört führt schon der Opener perfekt vor: Cooper leitet den Song mit einem gepitchten Stevie-Wonder-Sample ein und packt gleich den Piano-Loop vom selben Song dazu, auf dass Tragedy ab 30 Sekunden ohne Punkt und Komma das Leben in New York in seiner ungeschöntesten Weise auf den Hörer hereinbrechen lässt: "A gangster's dream, a fed's nightmare / To a hood near you, we right there / Projects, where the walls bleed / Slugs fuck up your thug walk, slow up your speed / [...] / I'm right where the life is pain, thug with a righteous brain / [...] Thugs spread my doctrine, like the Final Call". Straßenrealität, eine Anspielung auf die NOI, verpackt in ein knallhartes Instrumental - so kennt und liebt man den Reality Rap Mobb Deep'scher Machart, wie ihn auch Tragedy praktiziert (und mitprägte). So und nicht anders klingt dann auch das gesamte Album. In "Hood" schickt Dart La einen weiteren, von der Kick gejagten Piano-Loop ins Rennen, während Khadafi erläutert, was das Leben in der Hood bedeutet. "Praise Allah, even though I play with a nine" fasst Trag seine Philosophie auf dem mittelmäßig produzierten "Fall Back" selbst zusammen, wobei der Großteil der LP den kleinen Radius des Street-Hustlers abdeckt: Freunde leistet man sich nach Möglichkeit nicht viele (für die, die man hat, geht man aber durchs Feuer), auf dem falschen Fuß sollte man sowieso nie erwischt werden, denn sobald man ein wenig Zaster in der Tasche hat, trachten einem die Neider nach dem Leben - der "Code" ist klar definiert. Was außerdem schnell auffällt, ist die Qualität der Beats, die nur selten absackt. Ein Problem ist da schon eher QB's Lieblings-Säusler V-12, der dem ausnahmsweise kritisch reflektierenden "Walk With Me" einen unpassenden Beigeschmack verpasst und auch im sonst prächtigen "U Make Me" nicht notwendig gewesen wäre. Lediglich in "Can't Figure" (wieder dem Hustler-Dasein verschrieben) passt er wie die Faust aufs Auge. "The Truth" (mit Schützling Christ Castro) ist ein weiterer erstklassiger Kopfnicker, dessen Snare leicht an den Havoc der Mittneunziger erinnert, "Neva Die Alone Pt. 2" funktioniert wieder mit gepitchtem Voice-Sample und einer (blutigen) Geschichte über Neid und Verrat. Etwas ruhiger wird es dann nochmal mit dem Schluss, und wo "Eloheem" noch weniger Inhalt bietet, als der Titel suggeriert, eröffnet das softe "Crying On The Inside", wie sehr Tragedy seine Mutter verehrt, während noch eine schockierende Anekdote über seinen eigenen Sohn erzählt wird.

Tragedy Khadafi liegt das Rappen im Blut, da gibt es keinen Zweifel. Das erklärt aber noch lange nicht, wieso auch sein viertes Album wieder gelungen ist. In einer Zeit, in der sich die Crunk-Ära erhebt, versucht Trag gar nicht erst, ein Stück vom kommerziellen Kuchen abzubekommen und engagiert unbekannte Producer, die für den QB-Sound, wie man ihn sich wünscht, stehen und die Trag dann auch noch sinnvoll ins Geschehen dirigiert, um sein Album zu einer Einheit zu formen. Dass der lyrische Fokus vielleicht doch ein wenig zu sehr auf dem harten Leben in den QB Projects liegt, stört dabei eigentlich kaum, auch die wenigen schwächeren Tracks oder die eine oder andere mäßige Hook lassen sich verschmerzen - das ist der Luxus, den ein Album, bei dem das Gesamtbild stimmt, mit sich bringt, und genau ein solches ist "Still Reporting": kein Meisterwerk, aber hier sollte niemand, der Tragedy schätzt, zweimal überlegen müssen.

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


Bewertung der Hörer: (1 Bewertung / 4 Ø)


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SnoopFrog
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Fall Back hat einen der besten Beats des Albums für meinen Geschmack. Geiles Album hat mich Ewig in meinem Diskman begleitet damals. Schwer da eine objektive Wertung abzugeben für mich, weil es mir persönlich viel bedeutet. 4 Kronen sind es mindestens.

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Vier würde ich auch geben. Ebenfalls ewig gepumpt.

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