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DTMD - Makin' Dollas


Release Date:
20. September 2011

Label:
Mello Music Group

Tracklist:
01. Intro
02. Makin' Dollas
03. Untitled (Feat. Oddisee)
04. Been Trying
05. You
06. The Struggle Is Real
07. Rainy Day
08. Raw (Feat. Godly MC & Kev Brown)
09. Fantastic
10. A Loan For The Lonely
11. Keep On (Feat. yU)
12. Sea Me Sun
13. God Theory
14. 95 Live (Feat. Quartermaine)
15. The Flame

Review:
Die zwei Jungs sind gerade in dem Alter, in dem der legale Konsum von Alkohol für sie eine Rolle spielt, ihre Aufmerksamkeit liegt derzeit allerdings mehr auf der Musik. DTMD sind Dunc an den Beats und Toine an den Rhymes; die beiden kommen aus Marylands Prince George County und kennen sich schon aus vorpubertären Zeiten. In etwa so lange macht man auch schon Musik zusammen, ein ernsterer Fokus wird allerdings erst um das Jahr 2008 gesetzt. Hier kommen die guten Connections zu den Quasi-Nachbarn und Fackelträgern der HipHop-Gemeinde DMV zum Tragen, weshalb DTMD auf einigen Releases der Mello Music Group erscheinen (z.B. auf "In The Ruff") und schließlich auf dem Label anheuern, um sich schon im Januar 2010 mit der "Basics EP" vorzustellen. Eineinhalb Jahre später steht schließlich "Makin' Dollas" in den Läden.

Wer die EPMD-Referenz bisher also noch nicht verstanden hat, dem wird jetzt nochmal auf die Sprünge geholfen. Nachfahren des Sounds von Erick und Parish sind die beiden jedoch nicht, dafür haben sie mit Mello Music das für sie bestmögliche Label gefunden, denn dort passen sie in quasi jeder Hinsicht hin und unterstreichen darüber hinaus noch des Labels Riecher für vielversprechende neue Acts. Im Prinzip beschreibt "Helpless Dreamer" bereits alles, wofür MMG als Label und vor allem mit seinen neuen Acts steht, weswegen man nicht überrascht sein darf, wenn DTMD Soul-vollen, lockeren HipHop ankarren. Sie selbst nennen als Einflüsse Dilla, Pete Rock oder Jazzy Jeff, als akkurater Vergleich darf allerdings einfach bemerkt werden, dass das Duo irgendwo auf der Linie steht, die man zwischen Kev Brown und Oddisee ziehen kann: Toine hat es als Rapper alles andere als eilig, flowt dafür souverän und stilsicher ganz im Sinne eines Kev Brown, an den auch Dunc mit seiner Produktion nicht selten erinnert, wobei sich zumeist noch eine etwas verspieltere Komponente, die wiederum Parallelen zu Mentor Oddisee aufwindet, findet. Damit sind die Bedingungen für ein ordentliches Album gegeben, der Rest liegt an DTMD selbst. Und die beiden schlagen sich wahrhaftig nicht schlecht, stellen ganz in der Manier bisheriger Mello-Releases ein stimmiges Album zusammen, ohne dabei bahnbrechende Elemente bemühen zu müssen: "Makin' Dollas" ist auf musikalischer Ebene keinesfalls innovativ, eher ein galanter Blick zurück, während Toine als MC die üblichen Themen abgrast: Natürlich werden die eigenen Qualitäten betont, es wird darüber gerappt, dass die eigenen Raps gehaltvoller sind als der große Rest, natürlich kommt der baufällige Zustand der Rap-Szene zur Sprache, zusammengefasst ist der Grundton aber ein sehr positiver, "A Loan For The Lonely" beispielsweise muntert die vermeintlich Einsamen auf. Die wirklichen Standouts sind nicht gerade zahlreich, der Album punktet mehr als Einheit und lässt so auch viele Songs erst gut funktionieren. "Rainy Day" allerdings ist schon für sich ein bezauberndes, schwer an Kev Brown erinnerndes Instrumental, dem die smooth vorgetragenen Zeilen über das täglich Brot wunderbar aufsitzen. Ein ganz ähnliches Bild gibt der Titeltrack ab (dem eine nette Anspielung auf Common vorausgeht), "The Struggle Is Real" knüpft inhaltlich an und findet den Alltagskampf beim ganz normalen Bürger als auch beim bewaffneten Dealer, offenbart außerdem Toine's Ansichten zu Bildungseinrichtungen und HipHop ("HipHop ain't about pushing a two seater, or knowing a few divas / Blowing a little reefer, or new sneakers / We more like the substitute teachers / Cause I learned more from Black Star and Black Thought / Than i ever did from any class of any sort"). Dass das Album hinsichtlich seiner Hingucker gegen Ende abbaut, ist zwar etwas schade, wer das Album nebenbei laufen lässt, dem wird dieser Umstand jedoch kaum auffallen - ein Nebeneffekt der sehr ähnlich klingenden und daher kohärenten Produktionen sowie des praktisch nicht variierenden Reimstils von Toine. Die Highlights sind logischerweise weiter vorne zu suchen: "Untitled" glüht mit seinem Vocal-Sample vor entspannter Energie und ist mit Oddisee hervorragend besetzt, im überragend gefühlvoll designten "Raw" sticht vor allem Godly MC heraus.

DTMD sind keine Sensation, aber eine sinnvolle Addition zu Mello Music Group. Ihr Album zeichnet sich vor allem durch einfache und direkte Zugänglichkeit aus, durch herzhaften Sound und sympathische, wenn auch nie zu komplexe Rhymes. Damit passiert es Dunc und Toine zwar hin und wieder, dass sie bei Hintergrundmusik landen, doch abgesehen davon, dass sie für einen solchen Zweck eine perfektere Wahl kaum sein könnten, haben sie auch ihre brillanten Momente, in denen sie eigentlich alles richtig machen. In diesen Momenten ist "Makin' Dollas" gefühlvoller BoomBap zum Zurücklehnen, wie man ihn heute besser kaum findet, insgesamt erreicht man allerdings nur ein knappes "gut".

Wertung: (3,5 von 5 Kronen)


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