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Zum Ende der Seite springen Pete Philly - One
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User Beitrag:
Pete Philly - One


Release Date:
27. Januar 2012

Label:
Open Loops / [PIAS] Recordings

Tracklist:
01. One
02. Ocean
03. Leaves That Are Green
04. Love's Eulogy
05. True
06. Gemini Solo
07. Caterpillar
08. What Do We Fight For?
09. Let It Go (Feat. Alain Clark)
10. Game
11. The Day

Review:
Diejenigen, die mit dem Namen Pete Philly etwas anfangen können, werden ihn zusammen mit Perquisite in ein Duo stecken, manch einer wird noch die Niederlande als das Herkunftsland benennen können. Zwei erfolgreiche Alben gibt es zu zitieren, die einerseits im Heimatland nicht unerfolgreich waren und außerdem zu zahlreichen Touren, welche dem Duo den Ruf eines hervorragenden Live-Acts bescherten, führten. Diese Touren sind es u.a. allerdings auch, die innere Spannungen bei den beiden auslösen, als man dann außerdem keine Marschrichtung für ein drittes Album findet, ist man so konsequent und löst sich kurzerhand - zum großen Unverständnis vieler Fans - auf. Perq hat bis dato schon erste Solo-Schritte unternommen, nun ist Pete Philly an der Reihe, der nach dem Mixtape "Open Loops" sein Album "One" veröffentlicht.

Im Nachbarland ist die Scheibe schon eine ganze Weile länger erhältlich, erworben werden kann sie in einem außergewöhnlichen, aufklappbaren Format, dem zudem neben dem eigentlichen Album noch "Open Loops", das es 2010 als Free Download gab, als CD beiliegt. Die großen sich auftuenden Fragen sind aber vielmehr, wie Rapper Pete Philly sein Album ohne Schützenhilfe des bisherigen Produzenten Perq zu meistern gedenkt und welche Richtung ohne die Einflüsse des Ex-Partners eingeschlagen wird. Gerätselt werden muss nicht lange: Pete mutiert zum Rapper, Sänger und Produzent, um sein Machwerk in der Tat mehr oder weniger alleine stemmen zu können, außerdem werden die engeren HipHop-Kreise verlassen, auf dass Jazz, Soul und folglich viel Gesang Einzug halten. Die Mischung von Gesang und Rap ist beim Holländer zwar nichts Neues, erfährt hier allerdings eine neue Dimension, die beizeiten so gefühlvoll zu sein sucht, dass sie ihren Genießbarkeitsfaktor beschneidet. Schon der CD-Anfang spielt vor, wie dieses Hell und Dunkel klingt: "Ocean" ist direkt das Highlight der Scheibe und erklimmt diese Stellung mit dosiertem, aber nicht minder gefühlvollem Gesang in der Hook sowie einem harmonischen musikalischen Backdrop, in den hier und da ein paar Klaviertöne eingestreut werden und der sonst äußerst simpel gehalten wurde. Inhaltlich passiert nicht viel, es wird ein wenig über die eigene Position reflektiert ("Without being explicit / Pete Philly & Perquisite needed a time out / [...] / I've crossed the ocean, I've traveled the sea / Gettin' a bit closer to where I should be"). Doch das reicht vollkommen, wie die umliegenden Songs als zusätzlicher Kontrast hevorheben: In "One" passen Beatbox und Gesang absolut nicht zusammen, die Quasi-Acapella-Nummer "Leaves That Are Green" ist ebenfalls reichlich mager. Man könnte Lieder wie "Caterpillar" wohlwollend als Soul mit reichlich Massentauglichkeit etikettieren, nüchtern betrachtet säuselt sich Pete allerdings nur ins Land der Langeweile. Da hilft es auch nicht groß, dass im Mittelteil mit "True" und "Gemini Solo" die Nerven mächtig aufgerieben werden, sei es nun mit ausladend anstrengendem Gesang oder einem vollkommen neben der Spur laufenden Instrumental (solche Spielereien hätte Pete lieber nicht aus dem Studio gelassen). Dass "Love's Eulogy" in seiner ersten Hälfte musikalisch sehr angenehm aufspielt, relativiert sich mit der zweiten wieder ein wenig, die die ohnehin etwas blutleere Abarbeitung einer Beziehung erneut in zu viel Gesang zergehen lässt. Ein kleiner, verlorener Hinweis darauf, wie der Rap-Singsang öfter hätte konzipiert sein sollen, gibt dann nochmals "Game", damit wäre der Träger des unspektakulären Schlussteils aber auch schon wieder beim Namen genannt.

Pete Philly ist solo und mag sich dabei künstlerisch ausgetobt haben, berauschend macht das sein Soloalbum noch lange nicht. Alle, die aufgrund der beiden Alben mit Perquisite hohe Erwartungen hatten, sollten sich in Acht nehmen, denn "One" ist weitesgehend anders gestrickt und distanziert sich (zu) oft vom Rap, um stattdessen händchenhaltend mit poppigen Soul-Einschlägen in musikalischer (und nebenbei auch inhaltlicher) Belanglosigkeit zu waten. Wirklich schlechte Momente gibt es ebenso selten, wie sich die richtig guten finden, der Großteil der Scheibe plätschert einfach so vor sich hin, ohne den Versuch zu unternehmen, den Hörer für sich einzunehmen. Das ist schade, denn untalentiert ist Pete Philly schließlich nicht. Nur sollte er sich überlegen, ob er als Solokünstler ein so kantenloses Profil, wie es "One" vorschlägt, pflegen möchte.

Wertung: (2,5 von 5 Kronen)


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Redakteur:
SnoopFrog
User Signatur:
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