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Zum Ende der Seite springen Omega - Der Narzisst
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User Beitrag:
Omega - Der Narzisst


Release-Date:
15. September 2005

Label:
Millionaire Records

Tracklist:
01. Intro
02. Discoflex
03. Oh Yes (feat. Low-Flex)
04. Magnum (feat. Greatkate)
05. Marokskit
06. Bissi Bissi Blauh (feat. Dr. J-Kill & Mr. Highde)
07. Zieh Ins Koma
08. Killer No. 1
09. Exzess (feat. Exzess One)
10. Komm Her
11. So Geht's Her (feat. Lingo)
12. Fuck You Rmxxx (feat. 2Fox & Codex)
13. Wie Nitro
14. Mit Elan
15. Mon Cherie
16. Zu Low

Rap aus Österreich wird oft als zu "backpack" bezeichnet. Der grazer Omega versucht diesem entgegenzuwirken und so hören wir auf "Der Narzisst" Pornostyle und Battlerap.

Schon im "Intro" werden harte Töne angeschlagen. Die erste Line des Albums lautet: "Mit dem Kopf durch die Wand", was ja bekanntlich nicht allzu gut ausgeht, aber eine Abweichung von der Regel bestätigt diese bekanntlich nur. Auch der Beat hört sich sehr untypisch an, denn wer melancholische Töne gewohnt ist, die sonst oft die Raps einheimischer Mcs zieren, bekommt hier ein Uptempo Instrumental an die Ohren geknallt, welches alleine schon sehr kräftig scheint und durch die treibenden Strings noch mehr Power eingehaucht bekommt. "Discoflex" fängt ebenso brachial mit Synthieklängen an und ist, wie auch fast das ganze Album, im höheren Bpm Bereich angesiedelt.Wer sich tiefsinnige Texte erwartet ist hier sicherlich fehl am Platz, doch dafür kommt Omega mit zeitweise sehr gutem Flow und rappt über unkonventionelle Beats. Eben angesprochener Track ist an Partyleute aller Art gerichtet, fordert zum wackeln mit allen erdenklichen Körperteilen auf, doch wirkt er etwas aufgesetzt und man bekommt auch nicht wirklich etwas neues serviert. Über die Seitenhiebe gegen Savas oder Azad sollte sich jeder selbst seine Meinung bilden. Auch bei "Oh Yes" geht es brachial los, wenn tiefe Strings beginnen den Takt anzugeben, kann man einfach nur noch mitnicken. Omega flowt hier sehr gut und gibt gute Lines von sich. Fortgesetzt wird der textliche Battlefeldzug in "Magnum", wo Greatkate gefeatured wird und mindestens genauso gut über den Beat fließt wie ihr männlicher Gegenpart. Teilweise könnte man meinen, dass die Raps in Zusammenspiel mit den hektischen Beats etwas unrythmisch erscheinen, doch wenn man sich erst an den Stil gewöhnt, kommt man in den Genuss guter Flows und so mancher gelungenen Wortspiele. In "Bissi Bissi Blauh" herrscht weiterhin diese Art Rap vor. Als Featuregäste erscheinen Dr. J-Kill & Mr. Highde, wobei ersterer dem harten Beat mit seiner tiefen Stimme, die jedoch etwas zu erzwungen wirkt, einiges abverlangt. Textlich wird hier sinnloser Battle- und "Straßenrap" geboten. Spätestens wenn die Rapper dann aber behaupten, dass es nur wichtig sei zu bounchen und "Frauen" zu "missbrauchen" ist Schluss mit lustig. So tief hätte man nicht sinken müssen, weil die Battletexte bisher wirklich gut geklungen haben und einige Stufen über dem Niveau solcher Lines lagen. In "Killer No. 1" besinnt man sich wieder alter Tugenden, bringt Battlerap auf hohem Niveau und witzige Metaphern. Das Sample, dass den Beat stützt, hört sich an als wäre es einem Kriegsdrama entsprungen und gibt dem Lied eine bedrückende, düstere Stimmung. Das Omega "Eloquent wie Haider" ist, belegt er in Exzess bevor er in "Komm Her" wieder über einen brutalen Synthie Beat flowt. Auch wenn der Text wieder gut ist, wird es nach der Zeit einfach etwas anstrengend immer nur Battles zu hören. Ein bisschen mehr Abwechslung hätte dem Album sicher gut getan, denn man kann noch so gut kochen, wenn man jeden Tag das selbe isst, hängt es einem irgendwann zum Hals raus. "So Geht's Her" fängt sehr bouncig an und verspricht einen sehr guten Beat, der dann letztendlich auch ertönt. Neben Westcoast synthie Sounds und einer eingängigen Bassline hören wir Lingo, der neben Omega leider ziemlich schwach aussieht. Ungewohnt aber gut ist das Instrumental zum "Fuck You Rmxxx", denn statt der üblichen aggressiven Strings, hören wir melodische Flötenklänge, zu denen in einem recht witzigen Englisch gerappt wird. Auch der Part von Omega ist wieder gelungen, doch ist es vor allem der Refrain der begeistert, denn das Englisch welches hier verwendet wird, wirkt sehr fresh und irgendwie herablassend. Beattechnisch verhält es sich in "Wie Nitro" ähnlich. Der Beat könnte fast aus Schottland stammen, doch werden die Dudelsäcke mit anderen Sounds vermischt um ihn den Battleparts anzupassen. "Mit Elan" ist wieder um einiges schneller und auch der Flow schaltet einen Gang nach oben. Omega beansprucht hier den Sommer 05 für sich und teilt einmal mehr "großmäulig" aus. "Mon Cherie" sticht fast schon zu sehr hinaus, denn anstatt der üblichen Battletexte, bekommen wir eine "Liebesgeschichte" auf die Ohren, die zwar zum Image, welches Omega bisher von sich erzeugt hat, passt, aber nicht wirklich zum Rest des Albums zu gehören scheint. Abgeschlossen wird "Der Narzisst" in gewohnter Manier von "Zu Low" und wir bekommen sogar Doubletimes und Seitenhiebe gegen Aggro Berlin zu hören, zumindest habe ich das so verstanden.

Omega liefert soliden Battlerap, dem es leider sehr an Abwechslung mangelt. Wer jedoch, bis auf einige Ausnahmen gute, aggressive Texte sucht und auf schnelle Flows abfährt, sollte sich dieses Album näher ansehen. Wer die eben genannten Kriterien erfüllt und auch noch harte, pushende Beats mag, kann mit dem Kauf fast nichts mehr falsch machen.

Wertung: (2,5 von 5 Kronen)


Redakteur:
Matus


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Redakteur:
MrFlow

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Wertung:
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Stimmung: 0

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Nächster Level: 157.092

4.178 Erfahrungspunkt(e) für den nächsten Levelanstieg
User Beitrag:

seitenhiebe gegen ONE: korrekt
Aggrodiss: keiner dabei, track nochmal anhoern wink

www.omega-rap.com
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